7. April 2026 | von Lisa Fopp
Im Schulhaus Fahrweid übernimmt das Kinderparlament eine wichtige Rolle als Bindeglied zwischen Schüler*innen, Lehrpersonen und der Schule als Ganzes. Aus jeder Klasse werden zwei Kinder als Delegierte bestimmt. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine Bewerbung, auf die eine Wahl innerhalb der Klasse folgt.
Das Kinderparlament trifft sich acht bis neun Mal pro Schuljahr. In diesen Sitzungen vertreten die Delegierten Anliegen, Ideen und Verbesserungsvorschläge aus ihren Klassen, sprechen Herausforderungen an und tragen dazu bei, dass Informationen weitergegeben werden. Ziel dieses Gremiums ist es, Mitverantwortung, Mitgestaltung und Mitbestimmung im Schulalltag gezielt zu fördern.
Auch bei der Gestaltung schulischer Anlässe bringt sich das Kinderparlament aktiv ein. So gestaltete es beispielsweise am Schulsilvester eine Geisterbahn, die von allen Schüler*innen besucht werden konnte.
Joel Imhof, der das Kinderparlament gemeinsam mit Claudia Müller führt, betont insbesondere den pädagogischen Mehrwert dieser Form der Mitwirkung. Durch die aktive Beteiligung setzen sich die Kinder mit demokratischen Prinzipien auseinander und erleben, dass ihre Ideen Gehör finden und Wirkung entfalten. Dies stärkt ihr Vertrauen in die eigene Handlungsfähigkeit und fördert die Identifikation mit der Schule. Zudem unterstützt diese Arbeit den Austausch zwischen verschiedenen Klassen und Altersgruppen, was im Rahmen des altersdurchmischten Lernens (ADL) besonders wertvoll ist. Damit leistet das Kinderparlament einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der neuen Autorität, an dem sich die Primarschule Oetwil-Geroldswil orientiert.