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Psychomotorik - Bewegung im Fokus
Kinder erfahren und erleben ihre Um- und Mitwelt durch die Bewegung und das Bewegt werden. Alle Sinnesorgane sind ganz auf die Entdeckung und Erkundung der Umgebung eingestellt. Jedes Kind hat sein persönliches Tempo der Entwicklung.
Manche Kinder benötigen zusätzlich eine Hilfestellung, z.B. wenn sie nicht so geschickt sind. Die Psychomotorik Therapie (PMT) unterstützt Kinder mit Bewegungsproblemen aller Art und stärkt sie in ihrer Persönlichkeit.
Wann benötigt ein Kind eine Unterstützung durch die Psychomotorik-Bewegungsförderung?
Die PMT ist ein pädagogisch-therapeutisches Förderangebot, welches sich an Kindergarten- und Schulkinder mit Entwicklungs- und Verhaltensauffälligkeiten richtet. Auffälligkeiten, z.B. im Gleichgewicht, in der Bewegungskoordination, Bewegungskontrolle, Orientierung im Raum und am eigenen Körper, Schwierigkeiten beim Basteln und Zeichnen, geringes Selbstvertrauen, usw. können ein Grund für eine Anmeldung zur Abklärung sein.
Die Abklärung
Die Lehrperson oder der Schulpsychologische Dienst können ein Kind für die Abklärung in der PMT anmelden. Die Psychomotorik Therapeutin gibt dem Kind diverse Aufgaben und/oder macht diverse Tests für die Grob- und Feinmotorik. Im Gespräch mit den Eltern wird eine mögliche Therapie besprochen.
Im Schulischen Standortgespräch wird gemeinsam mit der Lehrperson entschieden, wann die Therapie beginnen soll. An diesem Gespräch werden auch überprüfbare Ziele festgelegt.
Die Therapie
Die Kinder gehen in der Regel einmal pro Woche (1 Lektion) in die PMT.
Die Psychomotorik Therapie findet in Kleingruppen (zwei bis max. vier Kinder) und als Einzeltherapie statt. Sie ist eine unterstützende Massnahme, die auch während der Schulzeit stattfindet.
Wie wird in der PMT gearbeitet?
Die Kinder können in der Grobmotorik (z.B. springen, schaukeln, balancieren, kriechen, Ball spielen und vieles mehr) sowie in der Feinmotorik (z.B. differenziertes Einsetzen von Hand und Fingern) und Grafomotorik (z.B. Stifthaltung und Schreibtechniken) verschiedene Möglichkeiten ausprobieren und sicherer werden. Die Psychomotorik Therapeutin fördert die Entwicklungsmöglichkeiten des Kindes. Sie unterstützt das Kind in seinen Stärken und hilft, Lösungsstrategien für die Schwierigkeiten zu finden.
Zur Therapie gehört sowohl das Gespräch mit den Erziehungsverantwortlichen und den Lehrkräften wie auch mit anderen wichtigen Bezugspersonen.
Weitergehende Informationen: www.psychomotorik-therapie.ch
Der Therapieraum
Der Psychomotorik Therapieraum in Geroldswil bietet den Kindern eine interessante Bewegungswelt mit speziellen Geräten wie: Sprossenwand, Trampolin, diversen Schaukeln, Rollbrettern, dreidimensionalen grossen Formen, die zum Bauen und Spielen einladen, sowie viele andere interessante Materialien und Spiele, die zu Geschicklichkeitsentwicklung, Kreativität und fantasievollem Spiel anregen.
Prävention
In der Schugemeinde Oetwil-Geroldswil besteht unter dem Namen "Achtung, fertig,...los!" seit 2007 ein Präventionsangebot. Die Psychomotorik Therapeutin besucht jeden Kindergarten in einem regelmässigen Turnus mehrmals pro Jahr und erarbeitet mit der Kindergärtnerin ein Ziel in der Grob- oder Feinmotorik.
Therapie oder Förderung?
Im gemeinsamen Gespräch kann auch eine Förderung in der Klasse erwogen werden. Sofern es der Stundenplan ermöglicht, besucht die Psychomotorik Therapeutin das Kind im Unterricht und arbeitet in der Schulklasse an den besprochenen Themen.
Was können die Eltern für ihr Kind tun?
Die Unterstützung der Eltern ist sowohl aus Sicht der Förderung wie auch der Therapie sehr wichtig. Sie können zuhause Ihr Kind mit Spielangeboten und Einbezug in den Alltag unterstützen. Hier finden Sie tolle Ideen für zuhause und draussen!
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